Manche Ausflüge bleiben einfach hängen. Die Eisriesenwelt gehört dazu. Nur rund eine Autostunde vom Rauriserhof entfernt öffnet sich im Tennengebirge die größte Eishöhle der Welt – ein Reich aus meterhohen Eiswänden, geschwungenen Eisfällen und Hallen, die im Licht der Lampen bläulich schimmern. Der perfekte Tag für alle, die im Salzburger Land etwas erleben wollen, das es so kein zweites Mal gibt.
Warum das Eis hier auch im Hochsommer nicht schmilzt
Das Höhlensystem der Eisriesenwelt reicht über 42 Kilometer tief in den Berg – der vordere, vereiste Bereich, den Besucher betreten, ist davon rund einen Kilometer lang. Dass hier ganzjährig Eis liegt, hat einen einfachen Grund: den Kamineffekt im Inneren des Berges. Im Winter zieht eisige Luft in die Höhle und kühlt das Gestein tief herunter. Sickert im Frühjahr das Schmelzwasser durch die Felsspalten, gefriert es sofort. Jahr für Jahr wachsen so neue Formen – kein Winter gleicht dem anderen.
Auf der rund 75-minütigen Führung geht es mit einer Karbidlampe durch diesen Eisteil der Höhle. Ihr Guide erzählt die Geschichten hinter den großen Formationen, vom mächtigen Eiswall bis zu den filigranen Eisfällen, und bringt die Wände mit Magnesiumlicht kurz zum Leuchten. Ein Moment, den man nicht so schnell vergisst.
Tipp aus dem Rauriserhof: In der Höhle liegt die Temperatur ganzjährig um den Gefrierpunkt – Jacke, Mütze und Handschuhe gehören ins Gepäck, auch wenn im Tal die Sonne brennt. Feste Schuhe mit Profil sind Pflicht, denn im Inneren geht es rund 700 Stufen (etwa 134 Höhenmeter) bergauf und wieder hinunter. Und noch ein Hinweis, der viele überrascht: Fotografieren ist in der Höhle nicht erlaubt. Umso schöner, den Moment einfach auf sich wirken zu lassen.
Öffnungszeiten und der clevere Weg zum Ticket
Die Eisriesenwelt hat in den warmen Monaten geöffnet, von Anfang Mai bis in den beginnenden November. Für die Tagesplanung hilft dieser Rahmen:
Tickets am besten vorab online kaufen. Das hat gleich zwei Vorteile: Online ist günstiger als an der Tageskasse, und Sie sichern sich ein festes Einlassfenster. Gerade an heißen Ferientagen im Juli und August – oder wenn es im Tal regnet und alle dieselbe Idee haben – ersparen Sie sich damit das Anstehen.
Aus dem Ausflug lässt sich mühelos ein ganzer Erlebnistag machen. Rund um die Eishöhle liegen einige Ziele, die sich gut kombinieren lassen:
Anreise von Rauris nach Werfen
Am bequemsten fahren Sie mit dem Auto. Vom Rauriserhof geht es auf der Rauriser Landesstraße (L112) talauswärts bis Taxenbach, dort weiter auf die Pinzgauer Straße (B311) Richtung Bischofshofen. Über die Bundesstraße oder die Tauernautobahn (A10) erreichen Sie Werfen direkt. Die Strecke ist landschaftlich ein Genuss und in rund 45 bis 50 Minuten geschafft. Am Besucherzentrum warten großzügige, kostenfreie Parkplätze.
Zurück in die Wärme des Rauriserhofs
Nach einem Tag im ewigen Eis gibt es kaum etwas Schöneres, als in den Wellnessbereich des Rauriserhofs zurückzukehren: Sauna, ein paar Bahnen im Pool und am Abend gutes Essen. So klingt ein Erlebnistag genau richtig aus.
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